In vielen Haushalten stapeln sich Reinigungsmittel für jede erdenkliche Fläche – und nicht selten fragt man sich: „Wohin damit?", wenn man sie nicht mehr braucht.
Doch Achtung: Die schnelle Lösung über den Abfluss ist tabu! Viele Reiniger enthalten hoch konzentrierte Chemikalien, die Umwelt, Wasser und Gesundheit schädigen können – und eine solche Art der Entsorgung ist in vielen Fällen sogar verboten. Noch schlimmer wäre es, wenn Sie eine eigene Kläranlage am Haus betreiben. Eine solche Entsorgung (selbst in geringen Mengen) dies könnte sich vernichtend auf die Bakterien der Kläranlage auswirken, ohne diese würde der Klär-Prozess nicht mehr funktionieren.
In diesem Ratgeber wollen wir darauf eingehen, wie Sie Putzmittel sicher und fachgerecht entsorgen, ob sie überhaupt jemals „schlecht“ werden, wie Sie schon beim Einkauf klug auswählen, um späteren Entsorgungsstress zu vermeiden und an wen man sich wendet, wenn man trotzdem nicht mehr weiter weiß.
Wir selbst sind auf die Problematik erst durch eine nette Kundin aufmerksam geworden, die sich für professionelle Reinigungsmittel in unserem Shop interessierte und fragte, ob wir denn "wie beim Kauf elektronischer Geräte", ihre alten abgelaufenen Reiniger annehmen und entsorgen würden. Dies brauchte uns dazu, einen solchen Ratgeber für unsere Kunden zu schreiben.
„Putzmittel richtig entsorgen – So schützen Sie Umwelt und Geldbeutel“
Warum das Thema wichtig ist, kann sich der interessierte Leser sicher denken - viele Haushalte besitzen heute im Putzschrank viel mehr spezielle Reinigungsmittel, als noch vor ein paar Jahrzehnten.
Und diese Mittel werden gelegentlich auch mal über Jahren nicht mehr benutzt. Und nun stellt sich die berühmte Frage nach der Haltbarkeit von Putzmitteln:
Das Mythos Mindesthaltbarkeitsdatum
Anders als Lebensmittel verderben Putzmittel eigentlich nicht. Ihre Reinigungskraft bleibt in der Regel über viele Jahre erhalten. Ein aufgedrucktes Mindesthaltbarkeitsdatum ist angeblich häufig eine Art von Verkaufsstrategie, die den Kunden dazu animieren soll, früher neue Reinigungsmittel nachzukaufen!
💡 Fazit: Ein wenig nachdenken hilft - und solange Konsistenz und Geruch normal sind, können Sie Ihre Reiniger weiterverwenden.
Fachgerechte Entsorgung – Schritt für Schritt
So gehen Sie vor:
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Gefahrensymbole prüfen – giftig, ätzend, leicht entzündlich = Sondermüll.
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Originalverpackung behalten (oder zur Not 'googlen') – erleichtert die fachgerechte Behandlung.
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Sammelstellen nutzen! Wertstoffhof, Recyclinghof oder das lokale Schadstoffmobil der Stadt nutzen.
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Kosten checken – viele Kommunen nehmen haushaltsübliche Mengen übrigens oft auch kostenlos an.

Noch ein paar Beispiele für Produkte, die als Sondermüll gelten
Neben Putzmitteln gehören übrigens auch diese Stoffe nicht in den Hausmüll und müssen fachgerecht entsorgt werden.
In der Regel bietet jede Kommune eine Infobroschüre über Sammelstellen und das Schadstoffmobil:
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Lacke, Farben, Verdünner
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Abbeizer, Klebstoffe
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Altöl, Benzin
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Pflanzenschutzmittel
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Batterien, Akkus, Knopfzellen
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Leuchtstoffröhren
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Fotochemikalien
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Spraydosen mit Restinhalt
Behälter des Reinigungsmittels richtig entsorgen
Ist der Reiniger aufgebraucht, kann die leere Verpackung – je nach Material – in den Gelben Sack oder Wertstofftonne. Hinweise dazu finden Sie aber auch auf der Verpackung des betreffenden Putzmittels.
Bewusster einkaufen hilft auch Abfall zu vermeiden
Wer schon beim Kauf auf das Wesentliche setzt, muss später natürlich seltener entsorgen.
Oft reicht auch ein kleines Grundsortiment, wie in unseren Greenspeed Reinigungsmitteln, die über unzählige Zertifikate wie z.B auch das EU Ecolabel verfügen, Inhaltsstoffe auf natürlicher Basis sind und sogar deren Verpackung zum Großteil selbst schon recycelt ist (steht aber alles am Produkt, darum geht es hier gerade nicht).
Jedenfalls kann man mit diesen wenigen Helfern fast alle Reinigungsaufgaben abdecken – und das ganz ohne Chemie-Overkill!
Fazit:
Putzmittel halten oft fast unbegrenzt und müssen nur selten entsorgt werden. Wenn es doch einmal nötig ist, gehört der Inhalt zum Sondermüll oder muss sich entsprechend darum gekümmert werden. Aber vielleicht hilft auch ein Blick zum Nabu.
Hier findet der Besucher einen schönen Wegweiser zum Thema Recycling aller Stoffe, mit denen man im Haushalt konfrontiert wird:
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/alltagsprodukte/19838.html
Wer sich daran hält, schützt die Umwelt, die eigene Gesundheit und schützt sogar den Geldbeutel! ;-)
Viele Grüße aus Aurich,
Jürgen